27.10.2026

Ashwagandha einnehmen: Dosierung, Uhrzeit & was Studien zu KSM-66 zeigen

Ashwagandha einnehmen – Schlafzimmer am Abend mit Lampe

Zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2026 · Von der Calma Redaktion · Lesezeit ca. 7 Minuten

Kurz gesagt

In klinischen Studien wurden meist 300–600 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt pro Tag eingesetzt, am häufigsten 600 mg KSM-66® (oft 2 × 300 mg). Die Einnahme erfolgte täglich, morgens und abends oder abends; Effekte wurden nach 4–8 Wochen gemessen.[1–3] Nicht geeignet in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen ohne ärztliche Rücksprache.

Ashwagandha einnehmen – aber wie viel, wann und in welcher Form? Die Schlafbeere (Withania somnifera) gehört zu den am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffen rund um Stress und Schlaf. Trotzdem schwanken die Angaben auf Verpackungen zwischen 100 und über 1.000 mg. In diesem Artikel schauen wir uns an, welche Ashwagandha-Dosierung in klinischen Studien tatsächlich eingesetzt wurde, warum der Extrakt KSM-66 so oft genannt wird, wann die Einnahme sinnvoll ist – und wann du besser darauf verzichtest.

Was ist Ashwagandha – und was bedeutet KSM-66?

Ashwagandha ist eine Pflanze aus der ayurvedischen Tradition. Verwendet wird vor allem die Wurzel. Für Studien und hochwertige Produkte nutzt man standardisierte Extrakte, damit jede Portion gleich viel Wirkstoff enthält. Der bekannteste ist KSM-66®: ein Vollspektrum-Extrakt nur aus der Wurzel, standardisiert auf mindestens 5 % Withanolide. Zu KSM-66 gibt es mehr als 20 kontrollierte Humanstudien – deshalb taucht der Name so oft auf, wenn es um die richtige Ashwagandha-Dosierung geht.

Ashwagandha Pflanze (Withania somnifera) mit grünen Blättern
Ashwagandha (Withania somnifera): Für Extrakte wie KSM-66® wird die Wurzel verwendet. Foto: Unsplash

Wie viel Ashwagandha am Tag? Die Dosierung aus den Studien

Die meisten Studien mit KSM-66 arbeiten mit 300 bis 600 mg Extrakt pro Tag[1][2][3], häufig aufgeteilt auf zweimal 300 mg. Drei Studien sind besonders aussagekräftig:

Studie Dosis pro Tag Teilnehmende Ergebnis
Chandrasekhar et al. 2012 [1] 2 × 300 mg 64 Erwachsene mit chronischem Stress, 60 Tage Cortisol im Blut −27,9 %, Stress-Fragebogen (PSS) −44 %, jeweils deutlich stärker als unter Placebo
Salve et al. 2019 [2] 250 mg oder 600 mg 60 gesunde Erwachsene, 8 Wochen Beide Dosen senkten Stresswerte; bei 600 mg war der Effekt größer, auch auf die Schlafqualität
Langade et al. 2019 [3] 2 × 300 mg 60 Erwachsene mit Einschlafproblemen, 10 Wochen Schnelleres Einschlafen und bessere Schlafqualität (PSQI) als unter Placebo

Wichtig für die Einordnung: Die Studien wurden vom Hersteller des Extrakts unterstützt, und die Teilnehmerzahlen sind überschaubar. Das Gesamtbild ist trotzdem konsistent – 600 mg pro Tag ist die Menge, mit der die meisten positiven Ergebnisse erzielt wurden. Produkte mit 100 oder 300 mg liegen darunter.

Ashwagandha Pulver auf einem Löffel – richtige Dosierung
Für eine Wirkung wie in den Studien zählt die Menge pro Tag – nicht pro Kapsel. Foto: Unsplash

Wann Ashwagandha einnehmen – morgens oder abends?

In den meisten Studien wurde Ashwagandha zweimal täglich eingenommen, morgens und abends, jeweils mit etwas Essen. Wer die Tagesmenge auf einmal nimmt, wählt meist den Abend: Viele Anwender beschreiben, dass sie zur Ruhe kommen, und in der Schlafstudie von Langade wurde ebenfalls eine Abendgabe genutzt.[3] Entscheidend ist weniger die Uhrzeit als die Regelmäßigkeit: Die Effekte in den Studien zeigten sich erst nach mehreren Wochen täglicher Einnahme, nicht nach einer einzelnen Portion.

Ashwagandha abends einnehmen – Nachttisch mit Lampe
Viele nehmen Ashwagandha abends – als festen Teil ihrer Routine. Foto: Unsplash

Wie Ashwagandha einnehmen: Kapseln, Pulver oder Drink?

Für die Wirkung ist die Form zweitrangig – entscheidend sind Extrakt und Menge. Kapseln sind praktisch, enthalten aber oft nur 300 mg pro Stück. Reines Pulver schmeckt erdig-bitter. Ein Getränk lässt sich leicht mit anderen Wirkstoffen kombinieren und in eine feste Abendroutine einbauen. Achte bei jedem Produkt darauf, dass der Extrakt genannt wird (zum Beispiel KSM-66) und die Menge pro Tagesportion klar angegeben ist.

Beispiel: Ashwagandha als Abenddrink

Calma enthält pro Portion 600 mg KSM-66® Ashwagandha – also genau die Tagesmenge aus den Studien – kombiniert mit 3 g Glycin, 400 mg L-Theanin und Zitronenmelisse. Einfach abends in Wasser einrühren.

Sorten: Pfirsich-Yuzu · Ananas-Yuzu · Apfel-Zimt · Grüner Apfel-Zitrone

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Ashwagandha ist auch die Hauptzutat vieler „Cortisol Drinks“. Welche weiteren Zutaten dort Sinn ergeben und in welcher Menge, erklären wir im Ratgeber Cortisol Drink: Was wirklich drin sein muss.

Ashwagandha Kapseln oder Pulver – Einnahmeformen im Vergleich
Kapseln, Pulver oder Drink: Entscheidend sind Extrakt und Tagesmenge. Foto: Unsplash

Warum Ashwagandha pausieren – und wie lange einnehmen?

Die meisten Studien liefen 8 bis 12 Wochen. Belastbare Daten zur Einnahme über viele Monate fehlen bisher. Viele Fachleute empfehlen deshalb, nach etwa zwei bis drei Monaten eine Pause von einigen Wochen einzulegen und dann neu zu bewerten. Absetzen kannst du Ashwagandha ohne Ausschleichen – eine Abhängigkeit ist nicht bekannt.

Wann Ashwagandha nicht einnehmen? Gegenanzeigen und Risiken

Ashwagandha gilt in den untersuchten Mengen als gut verträglich. Es gibt aber klare Ausnahmen:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Hier wird von der Einnahme abgeraten.
  • Schilddrüse (z. B. Hashimoto, Über- oder Unterfunktion): Ashwagandha kann die Schilddrüsenwerte beeinflussen. Nur nach Rücksprache mit deinem Arzt.
  • Leber: Es gibt seltene Fallberichte über Leberschäden. Bei Lebererkrankungen verzichten; bei Symptomen wie dunklem Urin oder Gelbfärbung sofort absetzen.
  • Medikamente: Vorsicht bei Beruhigungsmitteln, Schilddrüsenhormonen, Blutdruck-, Diabetes- und Immunsuppressiva.
  • Autoimmunerkrankungen: Vorher ärztlich abklären.

Die dänische Lebensmittelbehörde hat 2023 angekündigt, Ashwagandha in Nahrungsergänzungsmitteln zu verbieten. Grundlage war eine vorsorgliche Risikobewertung, vor allem mit Blick auf Schwangerschaft und Hormone. In Deutschland und den meisten EU-Ländern ist Ashwagandha weiterhin erlaubt.

Ashwagandha Gegenanzeigen mit dem Arzt besprechen
Bei Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen und in der Schwangerschaft vorher ärztlich abklären. Foto: Unsplash

Weiterlesen: Cortisol-Drinks im Vergleich 2026 – 5 Calm-Drinks, wie viel Ashwagandha wirklich drin ist.

Fazit: So nimmst du Ashwagandha richtig ein

  • Dosierung: In Studien meist 600 mg Extrakt pro Tag (oft 2 × 300 mg), meist KSM-66.
  • Uhrzeit: Aufgeteilt morgens und abends oder komplett abends – wichtiger ist die tägliche Einnahme.
  • Dauer: Effekte zeigten sich nach mehreren Wochen; nach 2–3 Monaten pausieren.
  • Nicht für: Schwangere, Stillende, bei Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen ohne ärztliche Rücksprache.
Calma Abenddrink mit 600 mg KSM-66 Ashwagandha – Sorte Pfirsich-Yuzu
Calma Pfirsich-Yuzu: 600 mg KSM-66® Ashwagandha pro Portion.

Calma enthält pro Portion 600 mg KSM-66® Ashwagandha – zusammen mit 3 g Glycin, 400 mg L-Theanin und Magnesium als Abenddrink. Alle Studien zu den Wirkstoffen findest du auf unserer Vergleichsseite.

Viele Produkte auf dem Markt bleiben deutlich unter dieser Studiendosis. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt unser Vergleich Jello vs. Calma – dort steckt nur ein Fünftel der Menge aus den Studien drin. Calma setzt die volle Dosis um: jetzt Sorte wählen.

Häufige Fragen zu Ashwagandha

Wie viel mg Ashwagandha am Tag?

In den meisten Studien 300 bis 600 mg standardisierter Wurzelextrakt pro Tag. Die stärksten Ergebnisse gab es mit 600 mg.[2]

Wann sollte man Ashwagandha nicht einnehmen?

In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Schilddrüsen- und Lebererkrankungen sowie bei Einnahme bestimmter Medikamente nur nach ärztlicher Rücksprache.

Warum Ashwagandha abends nehmen?

Viele Anwender empfinden die Einnahme am Abend als angenehm, und in Schlafstudien wurde eine Abendgabe genutzt. Entscheidend ist aber die regelmäßige tägliche Einnahme.

Was ist der Unterschied zwischen KSM-66 und normalem Ashwagandha?

KSM-66 ist ein standardisierter Wurzelextrakt mit mindestens 5 % Withanoliden und der am häufigsten untersuchte Ashwagandha-Extrakt. Bei einfachem Wurzelpulver schwankt der Wirkstoffgehalt.

Wie lange dauert es, bis Ashwagandha wirkt?

In den Studien wurden Unterschiede zu Placebo nach etwa 4 bis 8 Wochen täglicher Einnahme gemessen.

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Calma Redaktion

Wir erklären Wirkstoffe rund um Stress, Abendroutine und Schlaf auf Basis veröffentlichter Studien – mit verlinkten Quellen und ohne Heilversprechen. So arbeiten wir.

Quellen

  1. Chandrasekhar K, Kapoor J, Anishetty S. A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum extract of ashwagandha root in reducing stress and anxiety in adults. Indian Journal of Psychological Medicine. 2012;34(3):255–262. DOI: 10.4103/0253-7176.106022 · Volltext (PMC)
  2. Salve J, Pate S, Debnath K, Langade D. Adaptogenic and Anxiolytic Effects of Ashwagandha Root Extract in Healthy Adults: A Double-blind, Randomized, Placebo-controlled Clinical Study. Cureus. 2019;11(12):e6466. DOI: 10.7759/cureus.6466 · Volltext (PMC)
  3. Langade D, Kanchi S, Salve J, Debnath K, Ambegaokar D. Efficacy and Safety of Ashwagandha (Withania somnifera) Root Extract in Insomnia and Anxiety: A Double-blind, Randomized, Placebo-controlled Study. Cureus. 2019;11(9):e5797. DOI: 10.7759/cureus.5797 · PubMed

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.